Fussball und Religion stiften Gemeinschaft

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Birgit Weyel
Tübingen. Fussball und Religion haben nach Meinung der evangelischen Theologieprofessorin Birgit Weyel viel gemeinsam. So könnten Fussball und Glauben die Menschen verbinden und Gemeinschaft stiften.

Fussball besetze mittlerweile auch Themen, die eigentlich religiös seien, so Weyel weiter. Unter anderem gehe es dabei um elementare Fragen, zum Beispiel nach Sieg und Niederlage, nach Moral oder nach Mannschaftsgeist. Die Kirche habe mittlerweile verschiedene Anknüpfungspunkte an den Fussball, etwa Stadionkapellen. So wolle und könne die Kirche mit den Fussballfans ins Gespräch kommen.

Dass die Kirchen diesen Kontakt suchen, hält Weyel für richtig. "Fussball mies zu machen, ist unsachgemäss", erklärt sie. Die Kirche müsse Angebote für unterschiedliche Menschen machen. Dass viele evangelische Kirchengemeinden zur Fussball-Europameisterschaft "Public Viewing" veranstalten, findet sie deshalb gut. Kirche müsse sich "in der Mitte der Gesellschaft platzieren", ist sie überzeugt.

Weyel ist Professorin für Praktische Theologie an der Universität Tübingen.

Datum: 14.06.2008
Quelle: Epd

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