Bibel und Mathematik

Die Bibel ist keineswegs ein wirres Durcheinander von verschiedenen Büchern und Kapiteln, sondern ein vollkommenes Werk, das bis ins letzte Detail von der Perfektion Gottes durchdrungen ist. Mathematisch gesehen gibt es dabei einige ganz besonders interessante Details, die aufhorchen lassen.

Das kürzeste Kapitel des Bibel ist Psalm 117 (nur 2 Verse). Das längste Kapitel wiederum ist Psalm 119 (176 Verse). Die ganze Bibel umfasst 1189 Kapitel, wobei Psalm 118 - schön eingebettet zwischen dem längsten und dem kürzesten Kapitel - genau die Mitte darstellt. Denn vor diesem 118. Psalm gibt es - genau gleich wie danach - ganze 594 Kapitel. Wenn sie diese 2 x 594 addieren, so ergibt sich daraus die Zahl von 1188. Wissen Sie, welcher Vers genau in der Mitte der Bibel steht? Es ist Psalm 118,8!

Der somit zentralste Vers dieses göttlichen Buches sagt uns Menschen auch einiges über den Willen Gottes für uns Menschen aus. Es ist eine Aussage, die absolut und - im wahrsten Sinne des Wortes - im Zentrum steht: "Es ist besser, dem Herrn zu vertrauen, als sich auf Menschen zu verlassen!" - Ist es nicht kurios, dass gerade dieser Satz genau in der Mitte der Bibel steht? Vielleicht ist es ja deshalb so gekommen, weil Gott die zentrale Federführung als Weltlenker untersteht!

Aber es gibt noch weitere interessante Fakten über die Zahlen in der Bibel. Insgesamt umfasst die Heilige Schrift 66 einzelne Bücher, wovon 39 zum Alten Testament und 27 zum Neuen Testament zählen. Das Buch des Propheten Jesaja besteht wiederum aus 66 Kapiteln, wobei zwischen dem 39. Und dem 40. Kapitel sich ein gewaltiger Einschnitt befindet. So wird in den ersten 39 Kapiteln des Jesaja-Buches immer wieder die Sünde des Volks angemahnt. Ab dem 40. Kapitel finden wir jedoch die grossen Tröstungen und die Beschreibungen der himmlischen Herrlichkeit vor. Somit ist der Text des Buches Jesaja genauso konstruiert wie der ganze Rest der Bibel. Nach den 39 Büchern des Alten Testaments kommt das 40. Buch, nämlich das neutestamentliche Matthäus-Evangelium, worin das Erlösungswerk von Jesus Christus beschrieben wird. Das 66. Und letzte Kapitel des Propheten Jesaja befasst sich mit dem Neuen Jerusalem und dem letzten Gericht. Und das 66. Und letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, beschreibt diese Dinge ebenso. Wir sehen also, dass das Buch Jesaja eine Struktur besitzt, die der gesamten Bibel entspricht. Dabei gab es die Bibel als Ganzes in den Tagen Jesajas (ca. 700 v. Chr.) noch gar nicht. Damals waren nur die Schriften des Mose massgebend. Gott selbst ist der Autor der Bibel. So steht es auch geschrieben: "Die ganze Heilige Schrift ist von Gottes Geist eingegeben" (2. Timotheus 3,16).

Datum: 30.03.2002
Autor: Urs-Heinz Naegeli

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