Bei Renovation aufgefallen

Schrein in Grabeskirche 700 Jahre älter als angenommen

Ein Team von Archäologen studierten die Jerusalemer Grabeskirche erneut. Diese wird oft als einstiges Grab von Jesus verstanden. Der bedeutendste Teil, die Ädikula, wurde bislang auf 1000 Jahre alt datiert. Nun wird der von den Wissenschaftler als 700 Jahre älter eingestuft.

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Die Ädikula der Grabeskirche wird von Wissenschaftlern 700 Jahre älter eingestuft als bisher angenommen.
«Mörtel, der zwischen der ursprünglichen Kalksteinoberfläche des Grabes und einer Marmorplatte entdeckt wurde, wurde auf das Jahr 345 datiert», schreibt Kristin Romey, Archäologie-Journalistin des «National Geographic». Archäologisch gesehen sei es unmöglich festzustellen, ob der Ort die im Neuen Testament beschriebene Grabstätte von Jesus von Nazareth ist. Mit Bestimmtheit aber wird die ursprüngliche Grabes-Konstruktion durch die Neu-Datierung in die Zeit des römischen Eroberers Konstantin gerückt. Über die Jahrhunderte überstand die Kirche gewaltsame Angriffe, Feuer und Erdbeben.

Erstmals seit Jahrhunderten geöffnet

Bislang wurde davon ausgegangen, dass die Ädikula, die um die Gruft gebaut worden ist, an die tausend Jahre alt ist. Während den Umbauarbeiten in den letzten Monaten wurde der Schrein, der das Grab umgibt, zum ersten Mal seit Jahrhunderten geöffnet und von einem interdisziplinären Team der «National Technical University» von Athen untersucht. Dabei konnten die oben erwähnten Untersuchungen gemacht werden, wodurch sich die Neudatierung ergeben hat.

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Datum: 05.12.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / National Geographic / BCN

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