Demo in Neuseeland

Christen fordern, dass «Jesus» wieder ins Parlamentsgebet kommt

500 Christen trafen sich vor wenigen Tagen zum gemeinsamen Gebet vor dem Neuseeländischen Parlament. Der Grund: Wochen zuvor hatte der neue Parlamentssprecher Trevor Mallard jede Nennung von Jesus Christus im parlamentarischen Gebet gestrichen.

Zoom
500 Christen nahmen an der Demo vor dem Parlament teil.
Laut Mallard sei das Gebet in der vorherigen Form zu «exklusiv» gewesen, da es sich einzig auf den Gott der Christen bezogen hätte und damit Menschen anderer Religionen und säkulare Personen ausgeschlossen habe. «Ich versuche normalerweise, eher einbeziehend als ausgrenzend zu sein, das ist der Grund für die aktuelle Version des Gebets», eine Art Kompromiss.

Kompromiss nicht beliebt

Interessanterweise hätte die Mehrheit der Parlamentsmitglieder ein entweder oder vorgezogen, also entweder einen komplett christlichen oder komplett säkularen Zugang. Doch die Christen des Landes waren von diesem Kompromiss vor den Kopf gestossen. Bei der Demonstration in der vergangenen Woche sangen und beteten sie, während Kirchenleiter sowie der Nationale Parlamentarier Alfred Ngaro über die Rolle des Christentums innerhalb der Neuseeländischen Gesellschaft sprachen.

Gebet: Ohne «Jesus» nur leere Worte

Laut Ngaro ist Neuseeland ein jüdisch-christliches Land. «Wenn das Gebet nicht anzeigt, zu wem man betet, dann sind es einfach nur ein paar Worte», erklärte der Parlamentarier. «Der Name Jesus macht einen grossen Unterschied aus, denn Sie und ich haben die Macht des Gebets erlebt. Wenn wir heute Jesus streichen, was passiert dann morgen?»

Der ehemalige Parlamentarier Gordon Copeland sprach an, dass sowohl die grossen sozialen Reformen wie das Wahlrecht für Frauen und auch der Sozialstaat mit dem Christentum verlinkt werden könnten. Auch der Einsatz von Premierministerin Jacinda Ardern, die Armut von Kindern zu beenden, läge nahe am Herzen von Jesus. Und nicht zuletzt die Menschenrechte basierten auf Jesus selbst.

Änderung möglich

Die Gruppe Christen, die für die Wichtigkeit des christlichen Glaubens in der neuseeländischen Gesellschaft eintrat, machte wohl auch auf Mallard Eindruck. Er beschrieb das Gebet als ein «lebendiges Dokument», das jederzeit geändert werden könne. Um die Worte «Jesus Christus» wieder in das Gebet aufzunehmen, müsse er «davon überzeugt werden, dass für eine grosse Gruppe von Neuseeländern wichtig ist und dass keine andere Gruppe von Neuseeländern dadurch beleidigt wird».

Zum Thema:
Gebet und Politik: Das Vaterunser behält seinen Platz im australischen Parlament
Dank dem Papst wissen wir: 77 Prozent der «20-Minuten»-Leser beten
Local Shared Ministry: Kirchen ohne Pfarrer und mit wenig Geld zum Aufblühen bringen

Datum: 09.02.2018
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / stuff.co.nz

Publireportage

Prophetic Conference
Wir lieben Jesus und wir lieben unser Land. Wir träumen von einer Schweiz, in der prophetische Eindrücke, Wunder und Zeichen alltäglich sind.

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Bald minenfrei
Die Gegend rund um den Ort, wo Jesus getauft wurde, soll bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein breitangelegtes Minen-...
In 170 Ländern
«In Südkorea geht man um fünf Uhr in die Kirche, um zu singen und zu beten, bevor man zur Arbeit geht», sagt Pastor Jae Kyeong Lee. Vor 130 Jahren...
In Südostasien
Durch die Spenden von Gemeinden aus Singapur wurden Kirchen in Malaysia gegründet. Und über 50 Prozent der Gemeindebesucher von Mega-Churches in Süd-...
Modis BJP-Saat geht auf
Die «Hindutva»-Politik sorgt für wachsenden Druck auf Christen und andere religiöse Minderheiten. Die Anzahl an religiös motivierten Gewalttaten und...

AKTUELLE NEWS

Bobfahrer Nic Taylor
Bob-Athlet Nic Taylor gehört zu den US-Medaillenhoffnungen. Der Ehemann der Bob-Pilotin Elana Meyer Taylor fand im Jahr 2005 zum christlichen Glauben, nachdem er drei verschiedene Autounfälle überlebt hatte.
In 170 Ländern
«In Südkorea geht man um fünf Uhr in die Kirche, um zu singen und zu beten, bevor man zur Arbeit geht», sagt Pastor Jae Kyeong Lee. Vor 130 Jahren bekannte sich ein Prozent der Koreaner zum christlichen Glauben, heute sind es 25 Prozent.
Intercultural Studies
ISTL startete zusammen mit den Missionswerken Frontiers, SAM global, SPM, OM, OMF und WEC den neuen Bachelor-Studiengang Intercultural Studies. Es werden erfahrene Dozenten am Start sein. Drei der Dozenten nehmen im folgenden Interview Stellung.
Dr. Markus Müller
Wir leben in anspruchsvollen Zeiten. Nie hatte der Mensch so viele Möglichkeiten – zum Guten wie zum Destruktiven, für sich persönlich wie für die ganze Erde. Markus Müller ist überzeugt, dass es im 21. Jahrhundert auf die Christen ankommen wird.
Zur Fussball-WM 2018
In wenigen Monaten greift die deutsche Nationalelf erneut nach dem WM-Pokal. Bei einigen Fussballern und Trainern hat Autor David Kadel nun genauer hingeschaut und hinter den sportlichen Erfolgsgaranten mehr entdeckt: Helden zum Anfassen.
Umfrage
Alles wird neu: Die Livenet-Webseiten werden inhaltlich, technisch und grafisch neugestaltet. Wir laden Sie herzlich ein, diese Neugestaltung mitzuprägen, indem Sie an der Online-Umfrage teilnehmen. Fünf Jahre sind in der digitalen Welt ein ...
Ex-Muslimin Rita Chaima
Rita Chaima hasst jeden, der nicht Muslim ist und liebt es, Videos von Hinrichtungen zu gucken. Bis sie eine Bibel in die Hand bekommt. Und obwohl sie sich vom Verstand her gegen all das sträubt, beginnt sich ihr Herz zu verändern.

Anzeige

Kommentar

Strapazierter Begriff: «Eigenverantwortung» muss mehr als ein Schlagwort sein
An einem Podiumsgespräch in Zürich hat der Vertreter einer erfolgsverwöhnten Partei die...

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

Ratgeber

Einfach und schwer zugleich Warum sollten Paare miteinander beten?
Gemeinsames Gebet kann Paare ganz neu zueinander bringen. Doch manchmal scheint etwas so einfaches...