Im Kampf gegen die Dämonen

Ein Dorf öffnet sich für den Glauben an Jesus

In Myanmar verehren viele Menschen Dämonen und böse Geister. Als der Pastor Dano diesen den Kampf ansagt, erlebt er zunächst offene Verfolgung. Doch als der Sohn des stellvertretenden Dorfleiters von einem Dämon besessen wird, öffnet sich mit einem Mal eine Tür.

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Pastor in Myanmar
Dano (Name geändert) wächst in Myanmar auf. Die Mehrheit der Menschen ist buddhistisch, aber viele Einwohner folgen auch traditionellen Religionen, beten Geister und Dämonen an und bauen ihnen eigene Heiligtümer. Doch all das betrifft Dano nicht – seine Eltern wenden sich früh dem christlichen Glauben zu und so geht der Junge schon als Kind in eine christliche Gemeinde. Aber erst als Teenager, als sein Vater stirbt, nimmt auch Dano Jesus in sein Leben auf. «Schon zu der Zeit merkte ich, dass Gott mich in seinen Dienst rief.»

Bewahrung an der Front

Doch zunächst geht Dano ins Militär – und wird direkt an die Front geschickt im Krieg gegen chinesische Rebellen. «Unsere Feinde überfielen uns aus dem Hinterhalt. Sie schossen auf uns und Minen explodierten überall.» Ein erfahrener Soldat vor und ein anderer hinter ihm werden auf der Stelle getötet, insgesamt sterben an dem Tag 120 Menschen. Nur Dano bleibt unversehrt. «Ich glaubte, dass Gott mein Leben auf dem Schlachtfeld aus einem Grund verschont hat – denn in der Bibel steht, dass Gott diejenigen, die er erwählt hat, beschützt.»

«Pflücke die Trauben, sonst sende ich jemand anderes»

Dennoch bleibt er insgesamt acht Jahre beim Militär, dann macht er ein Holzgeschäft auf. Doch irgendwie spürt er, dass dies nicht alles ist – er ist zunehmend besorgt. Eines Tages bittet er einen Pastor um Gebet. In dem Moment «spürte ich, wie all meine Zweifel und Sorgen verschwanden. Ich wurde aufgebaut und mit Frieden erfüllt.»

Dann hat er eine Vision: «Ich sah einen Weinstock voller Trauben, die reif waren und darauf warteten, gepflückt zu werden. Ein Engel bat mich, sie zu pflücken und zu essen – wenn ich das nicht tun würde, würde er jemand anderes senden.» Dano weiss, dass seine Zeit gekommen ist. Ohne Zeit in einer Bibelschule zu verschwenden, bittet er den Dorfanführer, den Kindern umsonst Unterricht geben zu dürfen. Der Anführer stimmt zu – unter der Bedingung, dass Dano nicht predigt. Also beginnt er mit dem Unterricht, predigt auch nicht offen, aber lehrt die Kinder kleine Bibelverse und Lieder über Gott.

Verfolgt und bewahrt

Und er betet ständig. Zunächst macht der Pastor jeden Morgen um 4 Uhr einen Gebetsspaziergang durchs Dorf, wo er laut betet. Schnell beschweren sich Dorfbewohner beim Dorfchef. Also verlegt er seine Spaziergänge auf Mitternacht. Und so, wie er beim Militär nachts patrouillieren musste, geht er auch jetzt durch das dunkle Dorf und betet, dass die Menschen zum Glauben kommen. Immer wieder lassen auch kranke Dorfbewohner für sich beten und werden geheilt.

Doch Danos Glaube hinterlässt Spuren. Seine Kinder werden in der Schule unter Druck gesetzt und gemobbt. Mehrmals kommen aufgebrachte Menschen zu seinem Haus und wollen ihn töten. «Viele Male kamen der Dorfanführer und sein Stellvertreter, um mich zu foltern und zu töten. Aber wie durch ein Wunder konnten sie mich nie finden oder ich konnte entkommen.» Einmal wird er sogar mit Pistole bedroht, die dann nicht funktioniert. Die Dorfbewohner machen sich entsetzt davon.

Gebet mit wunder-baren Folgen

Eines Tages erhält er unerwarteten Besuch: der Stellvertreter des Dorfchefs. Sein Sohn lebt seit geraumer Zeit im Familienheiligtum und ist scheinbar von einem Dämon besessen. Niemand kann ihm helfen. Drei Tage lang betet und fastet Dano. Dann geht er um 11 Uhr abends zum Heiligtum und mit Hilfe von Diesel verbrennt er es, betet und befiehlt dem Dämon, den Jungen zu verlassen. Als Dano erneut an Orten von Heiligtümern betet, erwartet alle die erstaunliche Nachricht: Alle Heiligtümer sind über Nacht abgebrannt, aber keiner weiss wie. Es ist ein Wunder.

Doch noch ein grösseres Wunder geschieht: Der stellvertretende Dorfleiter mit Familie sowie vier weitere Familien nehmen Jesus Christus in ihr Leben auf. Nach und nach kommen andere Dorfbewohner zum christlichen Glauben. Selbst diejenigen, die früher gegen Dano kämpften, hören ihm jetzt zu. Heute ist Dano Pastor einer Gemeinde im Dorf und plant evangelistische Einsätze in zwei weiteren buddhistischen Dörfern. Er bittet um Gebet für Mut und Schutz auf den Einsätzen und für die Familien, die zum Glauben gekommen sind.

Zum Thema:
Hoffnung in Südostasien: Christen sind auch da, wo die Regierung nicht ist
Jugendevent in Myanmar: Trotz strömenden Regens: 13'000 Jugendliche feierten Gott
Im buddhistischen Myanmar: Grossevangelisation lockte Neugierige an

Datum: 10.08.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Open Doors USA

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