«Enerjesus»

Wo die Wucht des FEG-Jugendcamp-Songs herkommt

Das Lied «Enerjesus» wurde zur wuchtigen, epischen Hip-Hop-Hymne des diesjährigen FEG-Jugendcamps. Die direkte Lyrik trägt den Glauben tief ins Herzen – und die energievollen Bilder vom Video stammen aus Afrika. Livenet unterhielt sich mit dem Komponisten Marc Hofer alias «Cassel» über den von ihm geschriebenen Song «Enerjesus» und sein musikalisches Schaffen.

Zoom
Marc Hofer alias «Cassel»
Livenet: Marc Hofer, wie ist der Song «Enerjesus» entstanden?
Marc Hofer:
Einen Song zu kreieren, der die Energie und dieses Volumen enthält, welches «Enerjesus» nun hat, war eine grosse Herausforderung. Weil ich dieser Kraft von Gott Ausdruck verleihen wollte, suchte ich nicht nach einem klassischen HipHop-Beat, sondern einer epischeren, fast soundtrack-mässigen Musik. Auch die Texte sollten kraftvoll sein. Die Bibel spricht häufig in Metaphern, wenn sie Gott beschreibt. Ich wollte mich dieser Sprache bedienen, weil wir Menschen sie sehr gut nachvollziehen können. Erdbeben, als Beispiel: Jeder versteht sofort, wieviel Kraft und Energie in einem Erdbeben sind.

Für die Hook habe ich mit Marcel Spiess einen Sänger gefunden, der mit viel Punch und geradliniger Lyrik dem Song die richtige Rundung gegeben hat. Die einfache Melodie ist wichtig, damit der Song im Camp ein Ohrwurm wird und auch mehrmals abgespielt werden kann.

Wo und wie wurden die Video-Aufnahmen gedreht?
Unser Videoproduzent Joel Lopez war zu unserem Glück gerade auf dem Weg in seine Ferien nach Afrika, als wir ihn für den Clip angefragt haben. Er hatte sein Videoequipment und seine Drohne im Gepäck und konnte so sämtliche Aufnahmen dort drehen. Auch hier war wichtig: Es sollen epische, bildhafte, energievolle Aufnahmen sein, die die Kraft von Gott respektive die «Enerjesus» widerspiegeln würden.

Was ist der Inhalt, die Lyrik von «Enerjesus»?
Es geht um die Grösse und Kraft von Gott. Was sich nicht so einfach in Worte fassen lässt. Ich habe versucht, die Worte mit Gefühlen zu füllen, die wir kennen. Wer am Atlantik war, kennt die Kraft der Wellen. Sie kommen und spülen dich einfach weg. Solche Bilder versuchte ich zu verwenden, um diese «Enerjesus» zu vermitteln. Während des Schreibens tauchte ich in die Bilder ein, erlebte die Emotionen und versuchte so, diese zu umschreiben.

Ich liess mich auch durch einzelne Stellen aus der Bibel inspirieren. Im Markus-Evangelium wird eine Frau mit Blutungen beschrieben. Sie wusste, sie musste möglichst nahe an diesen Jesus heran kommen – ja, ihn berühren –, um geheilt zu werden. Ich stellte mir vor, als würden eine Art «Liebeswellen» von Jesus ausgehen, wie bei einem Erdbeben, und je näher wir Jesus, dem Epizentrum, kommen, desto stärker spüren wir diese «Enerjesus».

Welche Reaktionen haben Sie bisher auf den Song erhalten?
Da der Song offiziell als Camp17-Song gespielt wird und nicht unter meinem Namen veröffentlicht wurde, bekam ich auch nicht allzu viele Rückmeldungen oder Reaktionen zu hören.

Was darf als nächstes aus Ihrer Produktionsstätte erwartet werden?
In wenigen Wochen wird meine EP veröffentlicht, die aus vier Songs besteht. Die Songs drehen sich in vielschichtiger Weise um das Thema «Gunst». In diesem Projekt steckt sehr viel Herzblut drin und ich freue mich schon sehr, die Songs zu veröffentlichen.

Können Sie das ein und andere frühere Werk aus Ihrer Produktion vorstellen?
Bei meinem Debut-Album «Vo de Bar» ist sicherlich der Titelsong «Vo de Bar» der eingängigste Track. Es geht dabei um Träume und diesen die Möglichkeit zu geben, Realität zu werden. Der Track verbreitet gute Vibes und ist hörbar wie ein süffiger Wein.

Der Song «Freiheit» bedeutet mir viel. Es war für mich ein Eintauchen in die Gegenwart von Gott. An diesem Song arbeitete ich bisher am längsten, da ich ihn vielschichtiger geschrieben habe und er auf verschiedene Weisen verstanden werden kann. Für mich ist er Worship pur.

Wer gerne alle Facetten von «Vo de Bar» kennenlernen möchte, dem rate ich, das ganze Album von Anfang bis zum Ende zu hören, denn ich habe es als ein Gesamtwerk mit allen Gefühlen, Gedanken und Emotionen gestaltet, die einem in einer Bar begegnen können!

Was ist Ihr persönliches Herzensanliegen?
Dass Real Madrid erneut die Champions-League gewinnen wird... Ganz ehrlich: Weltfrieden! Das hört sich jetzt an wie an einer Misswahl. Aber so plump und doof es sich anhört: Mein Anliegen ist, der Welt Frieden zu bringen. Indem ich mich für die Menschen in meinem Umfeld einsetze, sie liebe und für sie lebe. Indem ich mein Leben, dazu gehört beispielsweise meine Freizeit, weniger wichtig nehme als das meines Nachbarn. Und glaube mir, das ist Anspruch genug.

Der Enerjesus-Song kann digital auf sämtlichen Musikportalen heruntergeladen werden.

Zur Webseite:
Cassel

 

Zum Thema:
«Enerjesus 2017»: FEG-Jugendcamp: Selbst Petrus ist mit an Bord
Nath Heimberg: Via Adonia, Hillsong und Crowd-Funding zum Debütalbum
DJ FreeG alias Stefan Fritschi: «Ich versuche, Hoffnung zu bringen»

Datum: 14.09.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

Publireportage

Täglich inspirierend
Auf Livenet.ch können der Mann und die Frau von nebenan ebenso in einer News-Meldung vorkommen wie der Hollywoodstar. Dieser einzigartige Livenet-Mix ist es, der die Macher wie auch die Leser begeistert.

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Es geht um zwei Milliarden
Mehr als zwei Millionen Menschen rund um den Globus haben noch nie vom Evangelium gehört. Deshalb erfolgt zum dritten Mal der «Tag der unerreichten...
Thomas Eggenberg
Thomas Eggenberg, der neue Leiter der pfingstlich-charismatischen Freikirche, möchte dem Heiligen Geist noch mehr Raum geben. Im Interview spricht er...
Link2Muslims
Über 300 Personen trafen sich zum Austausch darüber, wie Christen Muslimen auf eine gute Art begegnen können. Denn Flüchtlinge sind nicht einfach nur...
Höchster Katholik zu Gast
Die Gemeinsamkeiten unter den christlichen Kirchen suchen, so lautete der Tenor an der Medienkonferenz des Weltkirchenrats zum Papstbesuch vom 21....

AKTUELLE NEWS

Mutter auf Umwegen
Rebecca Barrack hat nicht geplant, Mutter zu sein. Als sie es dann mit einem Mal doch möchte, gibt es Schwierigkeiten. Nichts läuft nach Plan. Und so lernt sie, ihre Vorstellungen in Gottes Hand zu legen und auf seinen Plan zu vertrauen.
Nach drei Jahren Gebet
«Unsere Gebete wurden erhört, wir danken Gott von ganzem Herzen!», sagt der Bruder von zwei der insgesamt 21 koptischen Christen, die 2015 durch ISIS-Kämpfer ermordet wurden. Die Körper der Opfer wurden gefunden und diese Woche nach Ägypten geflogen.
«Botschaft an die Syndikate»
Undercover verbrachte David Zach die letzten vier Jahre in Rotlicht-Distrikten, um Mädchen zu retten, die aus dem Menschenhandel stammen. Dabei spionierte er Etagen in Hotels aus, in denen in jedem einzelnen Zimmer Mädchen angeboten wurden.
Israel – damals und heute
Noch vor 100 Jahren wurde Israel als trostlos und öd beschrieben – heute ist es ein moderner, florierender Staat. Zufall? Nein, sagt Autor Doug Hershey. In seinem Buch zeigen Vergleichsfotos die erstaunliche Veränderung des Landes der Bibel.
Buch über Sterbebegleitung
Die Berliner Autorin Susann Pásztor hat den Deutschen Evangelischen Buchpreis erhalten. Sie gewann die Auszeichnung mit ihrem Roman «Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster», der sich mit dem Thema Sterbebegleitung beschäftigt.
Link2Muslims
Über 300 Personen trafen sich zum Austausch darüber, wie Christen Muslimen auf eine gute Art begegnen können. Denn Flüchtlinge sind nicht einfach nur bedürftig, sondern haben auch etwas zu geben.
Elisabeth Augstburger
Die Liestaler EVP-Politikerin Elisabeth Augstburger ist für ein Jahr Landratspräsidentin im Baselbiet. Die überzeugte Christin hat sich eine hohe Glaubwürdigkeit erarbeitet und wird auch von politischen Gegnern geschätzt.

Anzeige

Kommentar

Ein Grabenkampf: Kinder – nur kostspielige Nervensägen?
Öffnet sich tatsächlich ein Graben zwischen Eltern und Kinderlosen? Ein Artikel in der...

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

Samstag, 2. Juni 2018, ab 10.00 Uhr, Zürich

Ratgeber

Kinder schlagen? Plädoyer für ein «unbiblisches» Erziehungsverständnis
Eltern erziehen ihre Kinder. Mal mit, mal ohne Konzept. Mal mit mehr, mal mit weniger Liebe. Mal...