Das Feuer der Erweckung

Mein Leben wurde von Grund auf verändert

Vor 40 Jahren machte Hanspeter Nüesch, Leiter von Campus für Christus in der Schweiz und Europa, eine persönliche Erfahrung, die sein weiteres Leben und seine Arbeit tiefgreifend veränderte. Er berichtet:

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Hanspeter Nüesch
Es geschah 1972 während meines Sprachaufenthaltes in England, dass mein oberflächlicher Glaube eine dramatische Wende erfuhr. In einer tiefen persönlichen Krise wurde mir von Gott der Zustand meines Herzens und Gewissens schonungslos widergespiegelt. Zum ersten Mal erfasste ich, dass ich, um ein glaubwürdiger Zeuge Jesu zu sein, die Erfüllung durch den Heiligen Geist benötigte. Im Gebet übergab ich Jesus Christus die Leitung über mein ganzes Leben, und was ich dann in der Folge erlebte, war eine gewaltige persönliche Erweckung, ein geistliches Wachwerden und eine Bevollmächtigung durch den Heiligen Geist, die mein künftiges Leben von Grund auf verändern sollten.

Meine persönliche Erweckungsgeschichte

Von neuem Mut beseelt, wollte ich mit der Beziehung zu Vreni endlich ganze Sache machen; ich schrieb ihr und machte ihr einen Heiratsantrag. Was aber besonders erstaunlich war: Nach jenem Gebet geschah es, dass vom ersten Tag an Menschen um mich herum zum Glauben fanden. Eine depressive Schweizerin, der ich bereits seit Wochen von Jesus erzählt hatte, verlor ihren Argwohn mir gegenüber, wie sie sagte, und nahm Jesus Christus als Erlöser und Herrn in ihr Leben auf. Eine griechische Studentin, die im gleichen Haus wohnte, wollte noch auf dem Weg zur Schule mitten auf dem Gehsteig Gott in ihr Leben einladen. Ohne mein Dazutun wurden sich Menschen ihrer Sündhaftigkeit bewusst und wollten mit Gott ins Reine kommen. Gottes Gegenwart war manchmal so mächtig, dass in einem Fall zwei buddhistisch und schintoistisch erzogene Japaner ausriefen: «Jetzt erleben wir den Gott, von dem du sprichst», während gleichzeitig ein Mann aus Panama aus dem Restaurant rannte, weil er offenkundig die Gegenwart Gottes nicht aushielt. Ein italienischer Playboy, der sich über unsere wachsende Bibelgruppe in der Cafeteria lustig gemacht hatte, kam auf uns zu mit den Worten: «Mich interessiert nicht, was ihr gerade lest, mich interessiert nur, wie ich mit Gott ins Reine kommen kann.» Und eine lebenslustige Sprachlehrerin, die ich an den Tanzabenden der Schule als gute Tänzerin kennengelernt hatte, fragte uns Studenten eines Morgens: «Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil ich Angst hatte um meine Seele. Habt ihr auch schon etwas Ähnliches erlebt?» Auf meine Antwort: «Sie müssen Ihr Leben Jesus Christus unterwerfen (surrender)!»), korrigierte sie mich, ganz Lehrerin: «Nein, Sie müssen Ihr Leben Jesus Christus anvertrauen (commit)!», worauf ich meinte: «Ja, das ist es, was Sie tun müssen!»

Die Beziehung zwischen Erweckung und Evangelisation

Damals erlebte ich zum ersten Mal persönlich, was Erweckung ist. Gleichzeitig begriff ich, dass Erweckung untrennbar mit Evangelisation zusammenhängt. Erweckung macht den Menschen ihren Zustand vor Gott bewusst, und Evangelisation zeigt auf, wie sie Vergebung ihrer Sünden erhalten können.

Bei meiner persönlich erlebten Erweckung vor vierzig Jahren entfachte Gott in mir eine Leidenschaft für Evangelisation und Erweckung, die – Gott sei Lob und Dank – bis heute unvermindert anhält und dazu führte, dass ich mich immer wieder aufs Neue damit beschäftigt habe, welch entscheidende Rolle der Heilige Geist, aber auch das ernsthafte Gebet spielt, damit Menschen zu einem lebendigen Glauben und zu echter Lebensveränderung durchbrechen können.

Webseite:
«Christliches Zeugnis»

Datum: 15.08.2012
Autor: Hanspeter Nüesch
Quelle: Livenet

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