Einsatz am «Woodstock»

Predigt aus einem Sarg

Mit 700'000 Besuchern gehört das Festival «Haltestelle Woodstock» in Polen zu den ganz grossen Events in Europa. Alkohol, Drogen und Zwischenfälle sind nicht weit; in diesem Jahr nahm die Polizei 80 Personen fest. Mitten im Geschehen war die «Steiger Missions School» aus Dresden, an welcher der Schweizer Evangelist Stephan Maag derzeit unterrichtet. Am Rande des Festivals predigte Maag aus einem Sarg heraus.
Stephan Maag predigt am Woodstock-Festival in Polen aus einem Sarg
Kreuzigungsszene am Woodstock-Festival in Polen
Schüler der Missionsschule evangelisieren an Woodstock-Festival in Polen.

«Das Woodstock-Festival in Polen ist gigantisch, 700'000 Menschen sind dabei, die meisten reisen schon eine Woche vorher an. Viel Drogen und Sex sind im Spiel», gibt Stephan Maag im Gespräch mit Livenet einen Überblick. Er war dabei, zusammen mit der «Steiger Missions School» aus Dresden, einer Missionsschule, an der Maag gegenwärtig unterrichtet und die von David Pierce («The Rock Priest») gegründet wurde.

Am Einsatz in Polen beteiligten sich rund fünfzig Studenten und die waren mittendrin statt nur am Rande dabei. «Wir hatten eine Prozession vorbereitet. Zuvorderst gingen Leute mit Dämonen-Kostümen, gefolgt von einem Sarg von Jesus. Dahinter wurde ein Plakat getragen mit dem Schriftzug 'Jesus Revolution'. Die Leute dahinter tanzten.»

Enorme Offenheit

Andere Christen hatten zunächst gesagt, dass das nicht funktioniere, «sie schenkten jeweils Kaffee aus. Das erlebt man immer wieder, dass Leute Dinge sagen, im Stile von: 'Weisst du, das ist Polen, das funktioniert hier nicht'.» Doch das Team erlebte das Gegenteil: «Wir konnten für Menschen beten und einige kamen zum Glauben.»

Auch die «Hare-Krishna»-Bewegung war mit einer eigenen Prozession vor Ort. «Einer unserer Studenten durfte für ihren Leiter beten und er stellte anschliessend fest: 'Ich habe die ultimative Kraft gespürt.'»

Zwischendurch predigte Maag aus dem Sarg heraus. «Die Leute kamen auf uns zu und wollten Gebet. Einer stürmte in meine Richtung und ich dachte schon, er wolle mich angreifen. Er hielt aber kurz vor mir an und sagte, dass er hier etwas spüre und dass er diesen Frieden auch haben möchte und so betete ich für ihn, dass der Heilige Geist ihn erfüllen würde.»

Neues Leben

Michael, einer der Schüler aus Deutschland, sprach gemeinsam mit seinem Weggefährten Jonas einen Polen namens Martin an. «Zuerst wollte er nicht mit uns reden und ging weg, doch nach dreissig Metern drehte er sich um und fragte: 'Raucht ihr einen Joint mit mir?' Wir sagten, dass wir nicht rauchen, aber dass wir ihm Gesellschaft leisten können. Während er rauchte, erzählte er, dass er auf der Strasse lebt und drogensüchtig ist. Ich erzählte ihm, was ich mit Jesus erlebt habe und bot ihm an, diesen Schritt ebenfalls zu tun, was er ablehnte. Am nächsten Tag spielte ich in der Prozession die Rolle von Jesus, mit Bühnenblut im Gesicht. Nach der Prozession sah ich Martin am Boden sitzen. Ich ging zu ihm und grüsste ihn. Zunächst konnte er gar nicht glauben, dass ich es war, er sagte: 'Jesus… nein… Jesus… ich kenne dich, das ist ein Zeichen.' Ich fragte ihn, ob er Jesus in sein Leben einladen wolle. Er wollte! In der folgenden Nacht schlief er bei uns im Steiger-Zelt. Am nächsten Tag trank er nicht und nahm keine Drogen. Ich konnte die körperlichen Entzugserscheinungen sehen. Ich betete, dass Gott ihn komplett befreit und im Freude und Frieden schenkt. Danach wurde er geheilt. Er begann, in der Bibel zu lesen und aus seinen Augen begann ein neues Leben zu scheinen.»

Die 50 Studenten haben bei ihrem mehrtätigen Einsatz mitgezählt: Rund 360 Gespräche über den Glauben wurden geführt, rund 230 Menschen nahmen Gebet in Anspruch. 70 Mal wurde ein Wunder erlebt und 30 Personen entschieden sich für ein Leben mit Jesus.

Stephan Maag: «Die Apostelgeschichte ist real und Gottes Kraft wirkt überall, wenn wir mit Demut, Liebe und der Kraft des Heiligen Geistes das Kreuz verkünden.»

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Datum: 23.07.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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