Unerwartetes Abenteuer

Er hatte sich eigentlich auf ein Leben als Landwirt eingestellt...

Henrik Ermlich ist Landwirt mit Leib und Seele. Sein Bauernhof in Ostfriesland füllt ihn aus und macht ihn glücklich. Doch dann spricht Gott zu ihm und das verändert alles. Heute lebt der ehemalige Bauer an den entlegensten Orten der Welt und erzählt anderen Menschen von Gott.

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Henrik Ermlich war bereit, für Gott seinen Beruf als Landwirt aufzugeben.
Als mein Vater mir den Bauernhof übergab, war ich glücklich. Ich liebte meinen Beruf, war so gern draussen auf dem Feld, im Stall und mit den Tieren. Niemals hätte ich gedacht, dass ich eines Tages meinen Hof aufgeben würde...

Schon als Kind erzählte mir meine Mutter von Gott, doch für mich hatte der Glaube lange keine Bedeutung. Dass Gott existiert, war für mich vollkommen klar, aber ich hatte keine Beziehung zu ihm. Ich hätte nicht sagen können, was er über mein Leben denkt oder dass er mir nahe ist. Als Jugendlicher war ich viel mit meinen Freunden unterwegs. Party und Alkohol bestimmten mein Leben als Teenager.

Begegnung der anderen Art

Mit 17 Jahren ging ich mit meinem Vater zu einer christlichen Veranstaltung, einer Zeltmission. Danach sass ich noch mit meinem Vetter in den Stuhlreihen, als ein Pastor auf mich zukam, sich kurz vorstellte und fragte, ob ich mein Leben Jesus übergeben will. Es klingt unglaublich, aber in diesem Moment erlebte ich zum ersten Mal die Gegenwart Gottes. Er war wirklich spürbar da. Ich fing an zu zittern und bekam auch Angst, weil ich plötzlich spürte, zwischen Gott und mir ist einiges nicht in Ordnung. Und dann begriff ich schlagartig, warum Jesus auf die Welt gekommen ist. Warum er am Kreuz für meine Schuld gestorben ist. Dass er auferstanden ist. Dass er lebt und dass er der Retter ist, den ich brauche. Als ich mit dem Pastor betete, wich die Angst einem tiefen Frieden, der in mein Leben kam und den ich vorher so nie gehabt habe. Das war der Start für meine persönliche Beziehung zu Gott.

Gott fordert mich heraus

Ich ging nun regelmässig in eine christliche Gemeinde, engagierte mich in der Jugendarbeit und lebte meinen Alltag mit Gott. Eines Tages, ich wollte gerade einen Gebetsspaziergang machen, sprach Gott plötzlich zu mir. Sehr klar und deutlich sagte er: «Ich möchte, dass du den Hof aufgibst.» Ehrlich gesagt, war ich ziemlich überrascht und vor den Kopf gestossen. Was ich stattdessen machen sollte, hatte Gott ja auch nicht gesagt. Eigentlich wollte ich gerne Landwirt bleiben. Das loszulassen, machte mir Angst. Aber nach einer Weile dachte ich, dass ich mit meinem landwirtschaftlichen Knowhow vielleicht Menschen in Entwicklungsländern helfen kann. Und nach einer Weile gefiel mir der Gedanke, etwas ganz Neues zu wagen.

Abenteuer mit Gott

Da ich für die kommenden Aufgaben gut vorbereitet sein musste, fing ich an, Theologie zu studieren. Während meines Studiums wurde mir bewusst, dass mein Weg nicht die Landwirtschaft ist. Meine Prioritäten verschoben sich. Ich wollte Menschen die Botschaft von Jesus bringen, die so froh und frei macht. Und das in den Ländern, wo Menschen keine Möglichkeit haben, einfach so eine Bibel zu kaufen – weil es sie nicht in ihrer Sprache gibt. Wo Menschen darauf angewiesen sind, dass ihnen jemand diese wunderbare Botschaft sagt. Gott ist so genial und er schenkt Erfüllung und Sinn. Es liegt mir am Herzen, dass Menschen Gott erfahren und eine Hoffnung auf ewiges Leben bekommen.

Leben als Missionar

Tatsächlich bin ich inzwischen in den entlegensten Gegenden der Welt unterwegs und erzähle Menschen von Jesus. Ich war im Südsudan, wo Bürgerkrieg herrschte. Bei den Pygmäen im Kongo, den Fulata in Äthiopien oder den Yaos in Malawi.

Ich lebe mit den Menschen und versuche, ihnen Gutes zu tun. Ich passe mich ihrem Lebensstil an, erzähle ihnen von Jesus, bete für Kranke. Ich erkläre ihnen auch, wie man beten kann, spreche über Vergebung und Nächstenliebe. Die meisten reagieren positiv auf mich, sie spüren, dass ich eine Liebe und echtes Interesse für sie habe.

Natürlich bleibt es nicht aus, dass es manchmal gefährlich ist oder dass man krank wird. Wenn ich dann mit Malaria in irgendeiner Hütte liege, denke ich mir schon: Als Landwirt hätte ich das jetzt nicht. Aber grundsätzlich liebe ich die Aufgabe, die Jesus mir gegeben hat. Ich habe gelernt, bei jedem Schritt ganz auf Gott zu vertrauen und mich auf ihn zu verlassen. Und eigentlich ist das das Tollste, was man in diesem Leben erleben kann. Ich möchte es nicht mehr missen.

Hier erzählt Henrik Ermlich seine Geschichte, ein Beitrag von CBN-Deutschland, Autor: Melanie Wied.


Diese Geschichte wurde mit freundlicher Genehmigung von CBN Deutschland publiziert.

Zum Thema:
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Datum: 28.11.2017
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / CBN Deutschland

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