Ethisch-moralisches Handeln

Tiere sind auch hilfsbereit und mitfühlend

Zoom
Elefant und Vampirfledermaus
Was haben Vampirfledermäuse, Elefanten und Pottwale gemeinsam? Forscher entdecken, dass sie und viele andere Tierarten hilfsbereit und mitfühlend sind. Spuren Gottes in der Natur?

Sie haben es nicht leicht: Mindestens alle drei Tage brauchen Vampirfledermäuse eine Blutmahlzeit, aber nicht jedes Tier ist erfolgreich beim Beschleichen eines Opfers. Hungern müssen die leer ausgegangenen Vampire dennoch nicht. Jene, die mit vollem Magen zu ihrer Kolonie zurückkehren, geben den Hungrigen ab: nicht nur verwandten Tieren, sondern auch jenen, die sie gut kennen.

Solche Verhaltensweisen haben Forscher inzwischen auch bei Elefanten, Pottwalen, Eisvögeln und einigen Affenarten entdeckt. Viele Tiere gehorchen keineswegs nur automatenhaft einem

Zoom
Pottwal
genetisch geprägten Überlebensprogramm, sondern sind mitfühlend, freundlich und solidarisch – ethisch-moralische Verhaltensweisen, die lange Zeit nur dem Menschen zugetraut wurden.

Fairness und Gerechtigkeit

Der niederländische Biologe Frans de Waal von der Emory University in Atlanta/Georgia hat in der Welt der Primaten regelrechte "Moral-Bausteine" wie "Versöhnung" und "Mitleid" entdeckt. Kapuzineraffen, erforschte de Waal, haben auch einen ausgeprägten Sinn für Fairness und Gerechtigkeit. So wirft ein Kapuzineraffe Gurkenstücke als Arbeitslohn wütend weg, wenn ein anderes Tier vom Versuchsleiter für die gleiche Leistung süsse Weinbeeren erhält.

Auch Vampirfledermäuse, legen Wert auf Fairness: Teilt ein Tier seine Blutbeute nicht, kommt die Quittung prompt. Der Egoist bekommt künftig nichts mehr von den anderen ab und ist damit oft

Zoom
Frans de Waal
zum Hungertod verurteilt.

Datum: 17.02.2007
Quelle: Geo-Wissen

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Umstrittene Kündigung
Die Heilsarmee ist in die öffentliche Kritik geraten, weil sie einer leitenden Mitarbeiterin kündigte, die eine gleichgeschlechtliche Beziehung führt...
Auch Eltern dürfen Kinder sein
Fachwissen trägt oft zur Verunsicherung der Eltern bei. An der Elternkonferenz der Stiftung Schleife lernten die Eltern, als Kinder des mächtigsten...
Ein bisschen glauben?
An Gott glauben geschieht für viele so beiläufig und auch nur sporadisch. Das bringt nichts.
«Auf Quasseleien verzichten»
Wie können Gottesdienste attraktiver werden? Dazu hat der Rektor des Theologischen Seminars Elstal (FH), Prof. Volker Spangenberg, einen Zehn-Punkte-...

Anzeige

RATGEBER

Verbindlichkeit Versprochen ist versprochen, oder?
Jeder Mensch behauptet von sich selbst, er sei verbindlich. Doch beim Nachprüfen bemerkt er, dass...

Anzeige

Werbung

VERANSTALTUNGEN

27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach