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Nationalratswahlen 2011

Erwin Sutter (SH)

Am 23. Oktober 2011 werden National- und Ständerat neu gewählt. In einer Livenet-Umfrage gehen Kandidatinnen und Kandidaten auf acht Fragen ein und sagen, was sie motiviert und was sie – sollten sie gewählt werden – in Bern verändern möchten. Heute ...

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Erwin Sutter

Zur Person

Name, Vorname:  Sutter, Erwin
Partei, Kanton: EDU, Schaffhausen
Alter: 64
Zivilstand, Kinder: verheiratet, 3 erwachsene Kinder, 3 Enkelkinder 
Wohnort: Schaffhausen
Beruf, heutige Funktion: Chemiker HTL, im vorgezogenen aktiven Ruhestand
Bisherige Ämter: 1997-2010 Grossstadtrat, ab 2009 Kantonsrat
Kirchenzugehörigkeit: Chrischona Gemeinde
Hobbys: Meine Enkel, Fotografieren, Radfahren
Homepage: www.erwin-sutter.ch, EDU Schweiz

Meinungen und Positionen

In welchem Sinn motiviert Sie der Glaube an Jesus Christus zum politischen Handeln?

Biblische Vorbilder wie Josef, Daniel oder David motivieren mich für das Engagement in der Politik. Christliche Werte haben in der heutigen Zeit an Bedeutung gewonnen und diese möchte im Sinne eines Diensts an der Gesellschaft positiv einbringen.

Welche Eigenschaften unseres Gemeinwesens, der Eidgenossenschaft, möchten Sie als Politiker aus christlicher Überzeugung stärken?

Die Präambel in unserer Bundesverfassung, unsere Nationalflagge mit weissem Kreuz auf rotem Grund und unsere Nationalhymne sind Ausdruck und Symbol für das Selbstverständnis unserer Willensnation. Davon ausgehend setze ich mich ein für die Wahrung unserer direktdemokratischen Volksrechte und für unsere Unabhängigkeit. Wir dürfen keine fremden Richter dulden! Die Stellung der traditionellen Familie als Baustein der Gesellschaft muss wieder gestärkt werden. Ich möchte, dass auch unsere Kinder und Enkel in einer von diesen Werten geprägten, freien und demokratischen Schweiz leben können.

Was ist zu tun, damit die Sozialwerke saniert werden können?

AHV und IV müssen finanziell getrennt werden, keine Quersubventionen zugunsten der IV mehr. Leider gibt es bei der IV immer noch zuviel Missbrauch, die letztlich zu Lasten derjenigen gehen, die wirklich Unterstützung brauchen.

Was muss getan werden, damit die Schweiz einen sauberen Finanzplatz hat?

Der eingeschlagene Weg mit Doppelbesteuerungsabkommen soll weiter verfolgt werden. Das Bankgeheimnis mit Auskunftspflicht auf der Basis von rechtsstaatlichen Prinzipien gegenüber Steuer- und Strafbehörden gilt es weiterhin zu schützen. Ein automatischer Informationsaustausch mit ausländischen Steuerbehörden würde dem Schutz des Privateigentums nicht genügen und muss abgelehnt werden.

Was muss getan werden, um die Jugend vor Süchten aller Art zu schützen (von der Internetsucht bis zum Rauschtrinken)?

Gesunde Familien sind die beste Prävention. Die Viersäulenpolitik (Prävention, Therapie, Behandlung und Repression) sollte so umgesetzt werden, dass Abstinenzorientierung und Repression gegen Drogedealer grösseres Gewicht erhält. 

Was muss getan werden, damit die Stromversorgung der Schweiz sicher bleibt?

Es braucht eine Versachlichung der Debatte. Versorgungssicherheit und bezahlbare Energiepreise haben oberste Priorität für unsere Wirtschaft. Basis unserer Versorgung ist ein Energiemix mit allen verfügbaren Energieformen. Der Ausstieg aus der Kernenergie soll klares Ziel sein, wir werden aber in den nächsten 10-20 Jahren auf einen Anteil eigener Kernenergie nicht verzichten können. Ich würde mich wehren wenn einerseits unsere KKWs abgestellt, dafür Kernenergie aus dem Ausland importiert würde. Ich setze mich ein für die Stärkung des Forschungsplatzes Schweiz im Bereich von neuen erneuerbaren Energien.
 
Was möchten Sie als Parlamentsmitglied in Bern verändern?


Als wichtig erachte ich Verbesserungen z.B. bei Steuergesetzen, Sozialleistungen (AHV) und Krankenkassenprämien zugunsten der traditionellen Familie (Mann-Frau-Kinder) und generell des Mittelstandes. Dann würde ich mich auch für gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft einsetzen, nach dem Motto: Geht es der Wirtschaft gut, dann profitieren auch die Arbeitnehmer und die sozial Schwachen. Menschliches Leben soll bedingungslos von der Zeugung bis zum Tod geschützt werden.

Wie würde Jesus, wenn er als Wanderprediger heute ins Bundeshaus käme, auftreten – und was ansprechen? 


Ich könnte mir etwa folgende Aussagen vorstellen: Ihr habt mit mir einen Eid geschlossen. Bis heute habe ich mich treu daran gehalten. Denkt an die Männer und ihre Botschaft, die ich euch geschickt habe, um nur einige zu nennen: Niklaus von Flüe, Henri Dunant, General Guisan… Ich habe die Schweiz in eine besondere Stellung berufen: Ein Vorbild zu sein für die Freiheit, des Miteinanders verschiedener Kulturen, aber auch der Versöhnung. Lasst Euch nicht vom Wohlstand verführen, sondern gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist.

Weitere Wahl-Portraits

Datum: 12.08.2011
Quelle: Livenet.ch

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