Im muslimischen Westafrika

Eine Moschee für Isa al Masih

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Die vier westafrikanischen Dorfbewohner, die so rege über Jesus redeten, sollten öffentlich für ihren Glauben bestraft werden. Doch mit einem Mal hob einer der Anwesenden die Hand: «Auch ich folge Isa nach.» Immer mehr Hände gingen in die Höhe…

In einer muslimischen Gemeinde in Westafrika lebten vier Personen, die sich gegenseitig Geschichten aus der Bibel erzählten und von Jesus (auf Arabisch «Isa al Masih») sprachen. Der Leiter der Dorfgemeinschaft war ein Nachfolger Christi geworden, gemeinsam mit seiner Familie. Er erzählte einem anderen Mann vom Evangelium, der das Evangelium wiederum an seine Söhne weitergab, die zu einer anderen Familie gingen… Und schon bald sprachen viele Menschen in diesem Ort von ihrem Glauben.

An diesem Punkt beschlossen die örtlichen Behörden, diese Bewegung zu stoppen. Die vier Männer wurden verhaftet und gezwungen, zehn Tage im Zentrum des Ortes zu stehen, wo sie auf ihre öffentliche Bestrafung warteten, weil sie den Islam aufgegeben hatten. Ihrer Häuser wurden verwüstet, während man sie zwang, den ganzen Tag über in der Sonne zu stehen.

Der Tag der Bestrafung

Als der Tag der Bestrafung kam, versammelte sich der gesamte Ort. Einige Menschen hatten die örtlichen Behörden angefleht, Gnade mit den Angeklagten zu haben. Weil die Anführer fürchteten, dass es vielleicht noch mehr Menschen in dem Ort geben würde, die heimliche Nachfolger Christi waren, sagten sie: «Heute werden diese Männer ihr Urteil dafür erhalten, dass sie den Islam verlassen haben. Doch wenn noch irgendjemand anderes von euch ebenfalls Isa al Masih nachfolgt, dann sollte er das bekanntgeben und die Strafe mit ihnen teilen. Wir werden sowieso herausfinden, wer ihr seid.» Keiner rührte sich. Die Menge stand schweigend da, während die Leute unruhig von einem Fuss auf den anderen traten. Einige warteten ungeduldig auf den Beginn des Spektakels, andere hatten Angst und waren unentschlossen. Die Sekunden verstrichen…

«Ich bin auch ein Nachfolger Isas»

Dann wurde mitten in der Menge eine Hand hochgestreckt. Ein kollektives Raunen war zu hören, als ein älterer Mann sich den Weg durch die Menge nach vorne bahnte. «Ich bin ebenfalls ein Nachfolger von Isa al Masih!», verkündete er mutig. Die Beamten knirschten wütend mit den Zähnen, doch bevor sie zu Wort kommen konnten, hob ein junger Mann auf der anderen Seite der Menge die Hand, dann zwei Frauen, anschliessend ein junges verheiratetes Paar. Und fast augenblicklich schossen überall in der Menge Hände nach oben. Die Anführer standen erschrocken da: Die Hälfte der Menschen des Ortes glaubte heimlich an Jesus Christus!

Die Beamten starrten einander an und wussten nicht, was sie sagen oder tun sollten. Ein mutigerer Beamter setzte schliesslich eine strenge Miene auf und forderte die Menge heraus: «Gehört ihr alle zu diesen vieren?» Er deutete auf die verurteilten Männer. «Ja», lautete die einstimmige Antwort. Die Anführer schauten bestürzt hin und her, als das halbe Dorf vortrat, immer noch mit erhobenen Händen. «Wie ist das möglich?», rief er. Er wandte sich an seine Kollegen in der Hoffnung, dass sie wussten, was zu tun sei. «Es waren keine Aussenstehenden hier, um das zu bewerkstelligen», sagte er. «Tja», antwortete einer seiner Kollegen, «da können wir ja nichts machen, oder?»

Eine «Moschee» für Isa al Masih

Die perplexen Beamten trennten die Menschen in zwei Gruppen und sagten zu den Christen: «Da ihr eure Entscheidung getroffen habt, könnt ihr nicht länger in die Moschee gehen. Doch niemand wird euch etwas antun. Ihr könnt eure eigene Moschee haben und seid ab jetzt frei, eure Religion in einer Moschee für Isa al Masih zu praktizieren.» Und so nennen die Nachfolger Christi nun den Ort, an dem sie Gott heute öffentlich anbeten.

Zum Thema:
Den Zehnten übers Handy geben: Die App, die den Glauben in Westafrika verändert
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Datum: 08.10.2017
Quelle: Joel-News

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