Jemand beobachtet Sie

Wir haben oben gesagt, dass Ewigkeit einer der grössten Gedanken ist, mit denen der menschliche Verstand sich beschäftigen kann. Nun, der grösste aller Gedanken ist der Gedanke an Gott. Früher oder später ist jeder gezwungen, einmal über Gott nachzudenken. Jeder muss für sich entscheiden, ob die Existenz Gottes für ihn Realität ist und welche Konsequenzen das für ihn hat.

Wer ist Gott? »Gott ist ein Geist, ohne Ende, ewig und unveränderlich in Seinem Wesen, Seiner Weisheit, Seiner Macht, Seiner Heiligkeit, Seiner Gerechtigkeit, Seiner Güte und Seiner Wahrheit.«

Woher wissen wir, dass es Gott gibt? Er offenbart Sich in der Schöpfung; im Gewissen, in der Bibel und in der Person Jesu Christi.

Er offenbart sich in der Schöpfung: Ein Geschöpf setzt einen Schöpfer voraus. Ein Bild setzt einen Maler voraus. Das Teleskop zeigt Ihn in der Ordnung und Grösse Seines Universums. Das Mikroskop zeigt Ihn in der komplexen Anordnung jedes Atoms, das Er schuf.

Er offenbart sich im Gewissen: Jeder Mensch hat als einen warnenden Mechanismus ein angeborenes Bewusstsein eines höheren Wesens, das die Taten des Menschen entweder anerkennt oder verleugnet. Er mag vielleicht die innere Stimme ersticken oder sie bis zu einem Flüstern dämpfen. Der Gedanke an einen Gott mag ihm vielleicht so unbequem erscheinen, dass er Seine Existenz sogar ganz leugnet. Aber das Wissen um einen Gott ist immer noch vorhanden, tief im menschlichen Herzen.

Er offenbart sich in der Bibel: Dort lesen wir, dass Er allmächtig und allwissend ist und dass Er überall zur selben Zeit ist. Weiterhin sagt uns die Bibel, dass Er heilig, rechtschaffen und gerecht ist, und ebenso dass Er nicht nur erschaffen hat, sondern dass Er Seine Schöpfung auch aufrechterhält, versorgt, führt, bewahrt und rettet.

Er offenbart sich natürlich auch im Herrn Jesus Christus: Wenn Sie wissen möchten, wie Gott ist, schauen Sie die Person Jesu an. Er kam in diese Welt, um Gott zu offenbaren.

Auf dem Londoner Trafalgar Square befindet sich ein hoher Pfeiler mit einer Statue von Lord Nelson auf der Spitze. Die Statue ist jedoch so weit entfernt, dass nur die Tauben sie richtig sehen können. Anlässlich einer grossen Ausstellung wurde einmal ein Bildhauer beauftragt, ein Duplikat dieser Statue herzustellen. Diese zweite Statue setzte man dann aber auf einen niedrigen Sockel, so dass alle Ausstellungsbesucher in der Lage waren, einmal von nahem zu sehen, was bis dahin nur undeutlich sichtbar war.

Jesus Christus ist Gott, der im Fleisch offenbar wurde. Wer Ihn sieht, sieht Gott, den Vater. Er ist das Ebenbild der Person Gottes.

Früher oder später wird jeder erkennen müssen, dass Gott wirklich existiert. Mehr noch: früher oder später wird jeder Mensch Gott gegenüberstehen. Wie wird dieses Treffen sein? Was können wir schon heute tun, um uns darauf vorzubereiten? Darüber sollten wir einmal nachdenken.

Fortsetzung: Der Tatsache ins Auge sehen


Autor: William Mac Donald
Quelle: Man lebt nur einmal

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