„Aus allen Lautsprechern werden wieder Weihnachtslieder gedudelt und die Kaufangebote erschlagen mich schier. Ich habe den Eindruck, dass es von Jahr zu Jahr schlimmer und kommerzieller wird. Gerne würde ich mich dem Ganzen entziehen. Aber allein die Tatsache, dass mein Arbeitsweg durch die Innenstadt führt, macht das unmöglich. Der Gedanke an die kommende Zeit bereitet mir Unbehagen. Wie kann ich mir die Freude am Fest bewahren?“ Leider leben wir in einer Welt, die im Allgemeinen laut ist und zunehmend immer lauter wird. In der Weihnachtszeit fällt es ganz besonders auf, wie hektisch es um uns herum ist. Der eigentliche Sinn von Weihnachten ist verloren gegangen und oft es geht nur noch darum, das grosse Geschäft zu machen. Da ist es schwer, sich auf das Wesentliche zu besinnen und die Freude auf Weihnachten zu behalten. Wenn Sie dem Weihnachtsrummel schon nicht entfliehen können, schaffen Sie für sich selbst „Oasen der Ruhe“, in die Sie sich bewusst zurückziehen können. Was tut Ihnen gut? Planen Sie bewusst Zeiten ein, die Sie besinnlich gestalten. Zünden Sie sich eine Kerze an, allein das schafft schon äusserlich Atmosphäre und Ruhe. Hören Sie Weihnachtsmusik – nicht einfach nebenbei – sondern achten Sie bewusst auf die Texte. Vielleicht lesen Sie etwas Weihnachtliches – es gibt wunderschöne Bücher mit besinnlichen Kurzgeschichten. Lesen Sie nicht ein ganzes Buch hintereinander, sondern beispielsweis. jeden Tag eine Geschichte und denken Sie darüber nach. Gestalten Sie für sich Ihre ganz persönliche Adventszeit so, wie es Ihnen gut tut. In unserer hektischen Welt gibt es vieles, was einem die Freude an Jesus rauben und ablenken will. Lassen Sie nicht zu, dass äussere Dinge Ihnen die innere Freude am eigentlichen Weihnachtsfest rauben, sondern nehmen Sie die Herausforderung an, die darin liegt. Entwickeln Sie einen inneren Abstand zu all dem Trubel und freuen Sie sich darüber, dass Sie ihn nicht brauchen, damit Weihnachten für Sie zu einem Freudenfest wird. Sie können nicht verhindern, dass Ihnen in der Weihnachtszeit aus allen Lautsprechern Weihnachtslieder entgegendröhnen und Sie können auch den Kaufrausch in dieser Welt nicht aufhalten. Aber Sie können sich entscheiden, wie Sie darauf reagieren wollen – mit Klage, dass alles immer schlimmer wird oder aber mit der Frage: „Jesus, wie kann ich das, was mich ärgert, zur Chance machen?“ Wandeln Sie Ihre Klage in ein Gebet um und fragen Sie Gott, wie Sie ganz bewusst „in die Offensive gehen“ können. Viele Verkäufer und Verkäuferinnen in den Läden sind in der Vorweihnachtszeit besonders gestresst und überfordert – sie freuen sich über ein ermutigendes Wort. Nutzen Sie das bereits vorgegebene „christliche Thema“ und bitten Sie Gott um Gelegenheiten, mit Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunden ins Gespräch zu kommen und ihnen die echte Weihnachtsbotschaft nahe zu bringen. Verschenken Sie Kleinigkeiten, die anderen Freude machen. Oder laden Sie Ihre Nachbarn doch einmal zu einem gemütlichen Adventskaffee ein. Lassen Sie sich von Gott zeigen, wo Ihre Stärken liegen und was Ihnen persönlich entspricht. Auf jeden Fall bietet die Weihnachtszeit eine Menge Möglichkeiten, anderen Gutes zu tun. Jesus Christus lebte in einer Welt voller Missstände und musste manches gerade rücken. Um ihn herum war es oft laut, viele Menschen belagerten ihn und wollten etwas von ihm. Immer wieder berichtet die Bibel, dass Jesus sich aus dem Trubel zurückzog und Zeit mit seinem Vater verbrachte. Der Sohn Gottes musste die Stille suchen, um sich auf das Wesentliche zu besinnen und neue Kraft für seinen Auftrag zu tanken. In der Stille konnte Gott ihm zeigen, wie er als der, der nicht von der Welt war, trotzdem in ihr leben und sie verändern konnte.
Datum: 24.11.2005Schaffen Sie für sich selbst Besinnlichkeit
Lassen Sie sich die innere Freude nicht rauben
Nutzen Sie Ihre Chancen
Stille finden mitten im Alltag
Quelle: Neues Leben
„Bald feiern Millionen Menschen rund um die Welt wieder Weihnachten. Eigentlich sollte ich mich darauf freuen. Doch wenn ich an Weihnachten und vor allem an die Zeit davor denke, kriege ich die Krise!“