Anstoss für Gott

FENSTER ZUM SONNTAG ist während der Euro08 mit zwei Spezial-Sendungen am Ball und stellt ein Team der Extraklasse vor: Im Sturm mit Superstar Kaká, im Mittelfeld mit dem Schweizer Liebling Tranquillo Barnetta und in der Abwehr mit Ronny Hodel.

Die Augen sind in die Ferne gerichtet, als ob irgendwo am Stadiondach der Text eingeblendet würde. Die Brust hebt und senkt sich im Takt der Landeshymne: „Trittst im Morgenrot daher, Seh'ich dich im Strahlenmeer, Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!“ singen die strammen Mannen der Nationalelf: Barnetta, Frei, Streller und Co. Für einige Minuten spielt Gott auch im Alltag der harten Fussballprofis eine Rolle. „Ich glaube an Gott und finde es schön, dass in der Hymne davon die Rede ist. Ich fühl mich gut dabei,“ sagt Tranquillo Barnetta, derzeitiger Liebling des Schweizer Publikums. In der Nationalmannschaft zu spielen bedeutet ihm viel: „Es ist ein Traum seit meiner Kindheit. Ein Traum jedes kleinen Fussballers. Die Begeisterung hier ist gross. Wenn man dies selbst einmal miterleben darf und wir es sind, die diese Begeisterung auslösen, erfüllt mich das mit Stolz.“

Kraft auf dem Fussballplatz

Beim Klang der Nationalhymne macht sich auch unter den Zuschauern im Stadion eine friedliche Stimmung oder gar Rührung breit. Wir Schweizer. „Wenn der Alpenfirn sich rötet, Betet, freie Schweizer, betet! Ein gutes Drittel der Schweizerinnen und Schweizer betet regelmässig, laut einer Umfrage des Beobachters. Auch Tranquillo Barnetta gehört dazu: „Ich bete regelmässig vor jedem Spiel, nicht wegen des Spiels selbst, sondern auch für allgemeine Dinge.“ Das gilt ebenso für Ronny Hodel vom Meisterclub Basel: „Der Glaube bedeutet mir viel. Ich glaube an Gott und bete jeden Abend“, so Hodel. „Ich bete, dass ich gesund bleibe und spüre dadurch auch Kraft auf dem Fussballplatz,“ sagt Ronny Hodel in die TV-Kamera von FENSTER ZUM SONNTAG.

Ronny Hodel ist als Fussballprofi kein regelmässiger Kirchgänger genauso wenig wie Tranquillo Barnetta: „Ich bin gläubig, gehe aber nicht jeden Sonntag zur Kirche. Ich glaube aber, dass eine höhere Macht über uns wacht,“ so Barnetta, der nicht nur vor einem Spiel betet: „Auch sonst kommt dies vor. Ich danke Gott regelmässig für meine Gesundheit.“

Zeigefinger Richtung Himmel

Auch der derzeit weltbeste Fussballer, Kaká, Stürmerstar des AC Milan, bekennt sich als gläubiger Christ. Aufgrund eines Wirbelbruchs nach einem Badeunfall drohte Kaká im Oktober 2000 das vorzeitige Karriereende. Heute dankt er nach jedem von ihm erzielten Tor Gott, dass er wieder voll einsatzfähig ist, indem er zu seinem Herrn hoch schaut und mit beiden Zeigefingern Richtung Himmel zeigt – so lautet ein Eintrag im Onlinelexikon Wikipedia. Der Glaube hilft ihm jedoch nicht nur beim Tore schiessen. „In allen Bereichen meines Lebens hilft mir der Glaube: In meiner Arbeit, in meinem Leben, mit meiner Frau, mit meiner Familie, auch mit meinem Sohn, wenn er dann geboren wird. In all diesen Zonen meines Lebens, gibt mir der Glaube, die Bibel die Richtung an.“

Der gebürtige Brasilianer aus Sao Paulo hat 2005 seine langjährige Freundin geheiratet und besitzt nun einen italienischen Pass. „Ich versuche immer, die Dinge so zu tun, wie es in der Bibel steht, so wie sie Jesus gelehrt hat. Somit kann ich sagen, dass die Bibel meine Lebensphilosophie ist. Ich versuche alles zu tun, was in der Bibel steht.“

Auf dem rechten Weg

So wie Kaká zeigen vorwiegend südländische Spieler nach erfolgreicher Torjagd, wem sie ihren Erfolg zu verdanken haben – auch mit „Jesus“-Slogans auf T-Shirts. Doch solch anstössige Unterwäsche hat die Fifa auf dem Fussballplatz verboten.

Das hindert jedoch den hoffnungsvollen Nachwuchsstürmer Johan Vonlanthen nicht, seine Fussballschuhe mit „Jesus is the way“ zu beschriften. Vonlanten ist überzeugt, mit Jesus auf dem rechten Weg zu sein, auch wenn er zurzeit noch nicht weiss, zu welchem Schweizer Club er ihn führen wird.

Das populärste Bekenntnis

Und zum Trost der Christen hat die Fifa das zur Zeit populärste Bekenntnis des christlichen Glaubens weder wahrgenommen, noch verboten: Der Publikumsrenner, das rote T-Shirt mit dem weissen Kreuz – ein deutliches christliches Symbol.

Auf dem Weg an die Spitze gibt es auch für einen gläubigen Fussballspieler keine Abkürzung, das weiss Ronny Hodel aus eigener Erfahrung: „Man muss hart an sich arbeiten und kann nicht einfach auf seinem Talent ausruhen, Schwachpunkte müssen ausgemerzt werden. Aber vor allem muss man Freude am Spielen haben, Freude ist die halbe Miete. Wenn man etwas gern macht und auch von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, dann kann man es packen.“

Tore für die Ewigkeit

Gott und Fussball sind auch im Brennpunkt von FENSTER ZUM SONNTAG. Zwei Fussball-Sendungen werden für einmal nicht in den Studios der ALPHAVISION aufgezeichnet, sondern an öffentlichen Plätzen in Muri AG und Bern im Rahmen von Live-Übertragungen von Fussballspielen. Für diese zwei Sendungen wird die FENSTER ZUM SONNTAG Moderatorin Jeanette Macchi unterstützt von Co-Moderator und Ex-Mister Schweiz Claudio Minder.

Die erste Sendung: „Tore für die Ewigkeit“ wird am Mittwoch 11. Juni in Muri AG im Klosterhof aufgezeichnet. Als Gäste dabei sind Fussballprofis wie Toni Dos Santos (GCZ) und Pino Manfreda (Ex-Sion / Xamax). Mundartrocker Tinu Schweizerhof präsentiert seinen extra für FENSTER ZUM SONNTAG kreierten EURO-Song und der Fussballpfarrer Nicolas Bachmann gibt einen humorvollen Anstoss für den Glauben.

Die zweite Sendung „Im Fussballhimmel“ folgt am Donnerstag 19. Juni in Bern auf dem Bärenplatz mit prominenten Gästen wie Christian Brand (Assistenztrainer FC Thun/Ex-Werder Bremen) und Marcel Stoob (Ex-FCZ/U-21 Nati) und einem Exklusivinterview mit Nicola Legrottaglie von Juventus Turin. Bei beiden Aufzeichungen sind Zuschauer willkommen, und es können attraktive Preise gewonnen werden.

Ausgestrahlt werden die Sendungen am 14. und 15. Juni („Euro 08 - Tore für die Ewigkeit“ und am 21. und 22. Juni („Euro 08 - Im Fussballhimmel„) auf SF zwei mit Wiederholungen auf SF info.

Weitere Hinweise zu den Sendungen: www.sonntag.ch

Euro 08 - Tore für die Ewigkeit

Autor: Willy Seelaus

Datum: 11.06.2008
Quelle: Livenet.ch

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