HERODES ANTIPAS

Der Herrscher von Galiläa

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Herodes Antipas, der Sohn Herodes des Grossen, war der Herrscher über Galiläa von 4 vor Christus bis 39 nach Christus. Die Evangelien berichten, dass er Johannes dem Täufer enthaupten liess. Er tat dies, um ein Versprechen zu erfüllen, das er der tanzenden Tochter seiner zweiten Frau Herodias unbedachterweise gegeben hatte. Diese wollte Johannes aus der Welt schaffen, weil dieser ihre Verbindung kritisiert hatte. Herodias war die Frau von Herodes Bruder Philippus gewesen (Matthäus 14,1-12).

Herodes wird in den Evangelien als schwach und manipulierbar dargestellt. Jesus bezeichnete ihn als Fuchs (Lukas 13,32). Matthäus und Markus erwähnen, er habe der Tötung Johannes’ widerwillig zugestimmt.

Hatte Herodes einen besonderen religiösen Ehrgeiz? Jedenfalls war er angetan von Johannes dem Täufer und „liebte es, ihm zuzuhören“ (Markus 6, 20). So erstaunt es nicht, dass er aufgeregt war, als Pilatus Jesus zu ihm sandte, denn er "wollte ihn schon lange einmal kennen lernen. Er hatte viel von ihm gehört und hoffte nun, selbst eines seiner Wunder zu erleben" (Lukas 23, 8).

Herodes fragte Jesus aus, doch Jesus gab ihm keine Antwort – und tat auch kein Wunder. Herodes verspottete ihn darauf hin mit seinem ganzen Hof und strafte ihn mit Verachtung (Lukas 23,11). Der biblische Bericht zeigt an diesem Beispiel deutlich den Unterschied zwischen jenen, die neugierig sind und Wunder erleben wollen, und jenen, die Gott wirklich suchen.

Datum: 11.03.2004
Quelle: thelife.com

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